Der 1974 in Quito geborene Boris Cepeda ist seit 2016 Studienleiter am Theater Münster. Zwischen 2009 und 2016 war er Repetitor und stellvertretender Studienleiter am Anhaltischen Theater in Dessau. Neben der Einstudierung der Gesangssolisten in den Gattungen Oper, Operette, Musical, und Lied, hat er auch die musikalische Leitung von Mozarts „Bastien und Bastienne“, Suppés „Die schöne Galatheé“, Kassies „Schaf“ und Weills „Zaubernacht“ übernommen. Mit dem Konzertchor Münster hat er bislang Verdis Requiem, Mahlers 2. Symphonie, Mozarts Requiem, C.M.v. Webers Jubelmesse und Maximilian Droste-Hülshoffs Te Deum einstudiert.

Cepeda erhielt seinen ersten Klavierunterricht im Alter von vier Jahren. Kurz danach trat er bereits im ecuadorianischen Fernsehen als Nachwuchs- und Ausnahmetalent auf. Seitdem führt ihn eine rege Konzerttätigkeit als Pianist nach Europa, Asien, Nord-, Mittel- und Südamerika. 2000 schloss er sein Studium mit Bestnote bei Professor Kurt Seibert an der Hochschule für Künste in Bremen ab. Weitere künstlerische Anregungen erhielt er von Roberto Bravo, Monique Deschausees, Boris Berman, Hans Leygraf, Hans Pålsson, Christian Zacharias und Chris Elton. Seinen ersten Dirigierunterricht erhielt er bei Wolfgang Kluge in Dessau.

Als Liedbegleiter hat er mit großer Resonanz bei Publikum und Kritik Werke von Franz Schubert, Max Reger, Moritz Eggert und Aribert Reimann aufgeführt. 1998 gründete Boris Cepeda gemeinsam mit seiner Frau Katja das »Max Reger Klavierduo«, das die wichtigsten Werke Regers für diese Besetzung zur Aufführung brachte.

Neben seiner vielseitigen Konzerttätigkeit arbeitet Boris Cepeda seit 1991 als Klavierlehrer, privat und an staatlichen Musikschulen. Er gab auch Meisterkurse und Vortragskonzerte an Schulen, Musikschulen und Konservatorien in Europa, Asien und Südamerika.

Cepeda wirkte 1999 als Assistent der künstlerischen Leitung bei den Weidener Max-Reger-Tagen mit. Im selben Jahr gründete und leitete er das Festival für iberoamerikanische Musik in Bremen. Zwischen Juni 2002 und August 2007 war Boris Cepeda Kulturattaché der Botschaft der Republik Ecuador in Berlin. 2009 gründete er das Internationale Musikfestival „Mendelssohnfest“.

Boris Cepedas erhielt u.a. den Preis der Deutschen-Schubert Gesellschaft 2009 und den Orden „Vicente Rocafuerte“ für kulturelle und künstlerische Verdienste vom ecuadorianischen Parlament 2004. Zudem war er u.a. Stipendiat des Richard Wagner Verbandes, sowie der Waldemar Koch Stiftung Bremen.